Neapel - Italien intensiv
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In Neapel ist alles intensiver, das Schöne und das Schreckliche, die Armut und der Reichtum, die Natur, der Glaube, das Rot der Tomaten und vor allem die Gefühle. Der Vesuv, thront über dem Golf von Neapel. Ein malerischer Berg, der der Stadt und der Region die fruchtbare Erde beschert aber auch immer wieder die Zerstörung und den Tod. Zuletzt bebte die Erde 1980 auf das Heftigste und legte einen Großteil der Stadt in Schutt und Asche. Viele Neapolitaner wurden obdachlos, viele historische Gebäude wurden stark beschädigt und die Stadt schien, als ob sie ihren alten Glanz für immer verloren hätte. Nun, über zwei Jahrzehnte später, ist es geschafft: die Stadt blüht wieder. Dies hat die Stadt ihrem Bürgermeister Antonio Bassolino zu verdanken, aber vor allem ihren Bewohnern, die ihre Heimat lieben – und wie! Die Altstadt und das spanische Viertel wurden saniert, Kirchen wieder zugänglich gemacht und Fußgängerzonen eingerichtet. Bassolini ließ Fassaden streichen, entrümpelte die Stadt von Müll und Autos, bewirkte den Bau einer weiteren U-Bahnlinie und kümmerte sich um Neapels Vororte: |
mit Gärten und sozialen Zentren wurde versucht das Niemandsland um Neapel für die Bewohner zu einem besseren Zuhause zu gestalten. Heute ist die Altstadt wieder voll von Besuchern, die durch die wirklich schier unzähligen Barockpalazzi, Schlössern, Jugendstilpassagen, Renaissancebauten und gotischen Kirchen. Die Küche Neapels ist sprichwörtlich, das Meer und Capri vor den Stadttoren und über allem schlägt das leidenschaftliche und große Herz der Neapolitaner. Wer mit Ihnen palavern, diskutieren, fluchen und lachen möchte ist in einer der Sprachschulen Neapels gut aufgehoben. Wir helfen Ihnen dort oder in einer anderen italienischen Stadt eine passende Schule zu finden. Infoline: 0711/45 10 17-370. Jeglicher Versuch die Stadt, das Flair und die Neapolitaner zu beschreiben ist ein wahrlich kläglicher. Begreifen kann man das bunte Gewusel Neapels nur, wenn man sich die Zeit nimmt sich hinein zu begeben und sich treiben zu lassen. |
Viele Schriftsteller und Denker haben versucht Neapel zu beschreiben, wie auch Pier Paolo Passolini: „Die Neapolitaner sind heute ein großer Volksstamm, der nicht wie die Tuareg oder die Boja in der Wüste oder in der Savanne lebt, sondern im Bauch einer großen Hafenstadt. Dieser Volksstamm hat beschlossen, auszusterben, indem er die neue Macht, also das, was er die Geschichte oder das Moderne nennt, ablehnt. Der alte Stamm der Neapolitaner macht in seinen schwarzen und rosa Gassen und Plätzchen weiter, als sei nichts geschehen: er hält an seinen Gesten fest, an den Ausrufen, an den Wutausbrüchen, an überheblichen Übervorteilungen, er dient, befiehlt, beklagt sich, lacht, schreit, ist ironisch... Die Neapolitaner haben beschlossen, auszusterben und dabei bis zuletzt Neapolitaner zu bleiben: Also unwiederholbar und unbestechlich!“
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