Karibik - die französischen Antillen

 
 

Guadeloupe, Martinique und die kleinen Inseln St. Barthélemy und St. Martin bilden zusammen ein Département der Grande Nation. Sie sind die französischsprachigen Enklaven in der ansonst anglophonen Region der Kleinen Antillen. Ihre Bewohner besitzen die französische Staatsbürgerschaft, sie sind bei Wahlen in Frankreich stimmberechtigt und unterliegen den französischen Gesetzen. So kommt es auch, dass der Euro die offizielle Währung und die gesamte Lebensart sehr französisch ist.

Die Verbundenheit mit Frankreich hat zahlreiche Vorteile für die Insulaner. Die wirtschaftlichen Strukturen sind gefestigt, das Gesundheitssystem entspricht vielmehr dem europäischen Standart als dem karibischen Niveau. Insofern sind die Inseln nicht ganz so abhängig vom Tourismus wie viele ihrer Nachbarn. Vor allem Festlands-Franzosen besuchen dieses entlegene paradiesische Département sehr gerne.

Guadeloupe und Martinique sind vulkanischen Ursprungs. Die Form von Guadeloupe gleicht einem Schmetterling, dessen beide Flügel durch einen schmalen Landstrich miteinander verbunden sind. Der östliche, kleinere Flügel heißt Grande-Terre, und ist ein relativ flaches Kalkplateau, das aus Korallen aufgebaut wurde. Auf der westlichen Hälfte, der Basse-Terre, erheben sich Berge vulkanischen Ursprungs bis zu einer Höhe von fast 1500 m. Der Parc National de la Guadeloupe deckt fast die gesamte Basse-Terre ab. Hier finden sich vor allem für Naturinteressierte zahlreiche Wanderrouten durch die exotisch-faszinierende Flora der Karibik, vorbei an Wasserfällen und vulkanischen Reliquien.

 

Der immer noch aktive Vulkan La Soufrière ist nicht nur der höchste Berg Guadeloupes, sondern auch die höchste Erhebung der gesamten Kleinen Antillen. Der Aufstieg ist nicht mühelos oder einfach, aber das Panorama ist einmalig falls die Nebelwolken, die für gewöhnlich den Krater umhüllen den Blick freigeben.

Martinique, die bekanntere Schwester Guadeloupes, kann auf eine wechselhafte Geschichte zurückblicken. Sie wechselte mehrmals zwischen Großbritannien und Frankreich, wurde 1762 von den Engländern besetzt um sie später gegen andere Territorien mit Frankreich einzutauschen. Martinique und Guadeloupe waren damals wichtige Zuckerlieferanten. Bis heute ist Martinique vorwiegend landwirtschaftlich genutzt. Besucher können entlang von Zuckerrohrfeldern, Ananasplantagen und Bananenstauden einen der schönen Karibikstrände der Insel erreichen.

Nachdem bei einem heftigen Ausbruch des Mont Pelée am 8. Mai 1902 die ehemalige Hauptstadt St-Pierre innerhalb weniger Minuten unter einem glühenden Ascheregen für immer verschwand, wurde Fort-de-France zur Inselhauptstadt. Die Stadt ist heute eine florierende Metropole, die unter karibischer Sonne französisches Flair versprüht. Sprachschulen sind rar auf den beiden Inseln der Französischen Antillen, aber in Sainte-Anne haben wir eine gute für Sie. Dort gibt es Kleingruppenkurse mit maximal 6 Teilnehmern.

 

Buchtipp:
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www.hartberger.de/karibikinfo.htm