Ionische Inseln - Olivenhaine und Zypressen

 
 

Diese Inselgruppe nennen die Griechen auch Eptanissa, "die sieben Inseln". Damit werden die Hauptinseln Korfu, Paxi, Lefkas, Ithaki, Kefalonia, Zakynthos und Kythira zusammengefasst. Die Ionischen Inseln unterscheiden sich von den andren griechischen Inseln durch ein üppige Vegetation und eine italienisch und französisch geprägte Architektur. Der grüne Inselarchipel westlich des griechischen Festlandes und des Peloponnes ist ideales Segelrevier und ein Paradies für Wanderer. Jede Insel hat ein unverwechselbares Gesicht.

Zakynthos ist die südlichste der ionischen Inseln und touristisch gut erschlossen. Wegen ihrer außergewöhnlichen schönen Landschaft nannten die Venezianer die Insel Fior di Levante – Blume des Ostens. Dichte Pinienwälder säumen saphirblaue Meeresbuchten. An der Westküste sind fast unzugänglich steile Klippen und die berühmte blaue Grotte, die auf einer Bootstour besichtigt werden kann. Seit Millionen von Jahren dienen die Sandstrände von Laganas auf Zakynthos der Meeresschildkröte Caretta Caretta zur Eiablage. Die bis zu 180 kg schweren Tiere legen nachts ihre Eier am Strand ab und vergraben sie im Strand. Nur noch wenigen Tieren gelingt aufgrund der Bedrohung durch den Menschen die Fortpflanzung. Internationale Artenschutzorganisationen setzen sich für den Schutz dieser existenzbedrohten Tiere ein.

Die kleine bergige Insel Ithaki gilt als Heimat des homerischen Helden Odysseus. Den ehemaligen Palast des Königs vermuten Archäologen am Berg Pelikata, im Nordwesten der Insel, in den Siedlungsruinen aus mykenischer Zeit.

 

Die Insel, touristisch noch wenig frequentiert, hat überwiegend schöne Kiesstrände. Sehenswert ist die Nymphengrotte im Norden, wo Odysseus die kostbaren Geschenke der Phäaken nach seiner Heimkehr versteckt haben soll.

Paxi und Antipaxi liegen südlich von Korfu und sind die kleinsten der Ionischen Inseln. Paxi ist dicht mit Olivenbäumen bewachsen. An der Westküste überwiegen Steilklippen und höhlen. Schöne Badebuchten mit Kiesstränden liegen an der Ostküste. An der Südküste liegt die sehenswerte Grotte (hat eigentlich jede schöne Insel eine Grotte?) Ypapantis. Vom Fischerdorf Gaios legen Boote auf die kleine Insel Antipaxi ab, ein Badeparadies mit weißen Sandstränden.

Die Insel Lefkas ist über eine Kanalbrücke mit dem Festland verbunden. An der Nordspitze liegt die Hauptstadt Lefkada, die von der mächtigen venezianischen Festung Santa Maura überragt wird. Westlich der Stadt hat man vom Kloster Faneromeni einen herrlichen Blick über den Kanal hinüber zum Festland. Die Westseite der Insel besteht vorwiegend aus bis zu 500 m steil abfallenden Küsten mit weißen Felsen, daher der Inselname Lefkas, "die Weiße". Am Südkap der Insel soll sich vom Felsen die antike Dichterin Sappho aus unglücklicher Liebe zum Jüngling Phaon ins Meer gestürzt haben.

 

Kefalonia ist die größte der Ionischen Inseln und hat mit dem 1.628 m hohen Enos den höchsten Berg der Inselgruppe. An der Ostküste unweit vom Hafen Sami befindet sich die ungewöhnliche Droganati-Höhle mit gelben und orangefarbenen Stalaktiten. Wegen der hervorragenden Akustik werden dort Konzerte veranstaltet. In den Tavernen der pittoresken Fischerdörfer wird der Robola, einer der besten Weine Griechenlands, kredenzt.

Othoni, Erikoussa, Mathraki und die kleinen Strophades gehören auch zur Ionischen Inselgruppe. Von Korfu aus können Sie von den Hafenorten Kassiopi, Roda und Sidari mit einem Motorboot in einem Tagesausflug auf die Inselchen Othoni, Erikoussa und Mathraki übersetzen. Diese drei Inseln, die nördlichsten Punkte Griechenlands im Ionischen Meer, werden von gastfreundlichen Fischern und Bauern bewohnt, die sich immer freuen wenn mit den Fremden neue Geschichten die Inseln erreichen. Kythira zählt historisch zu den Ionischen Inseln, liegt aber zwischen dem Peloponnes und Kreta.


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