Gomera - Die Alternative unter den Kanareninseln
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Grandiose Natur erwartet den Besucher auf Gomera: ein feucht-nebliger Märchenwald, bizarre Felsfestungen und Canyons, Steilklippen und fruchtbare Täler. Die kanarische Insel, in den siebziger und achtziger Jahren ein Geheimtipp unter Aussteigern, hat sich zum beliebten Aktivurlaubsziel Individualreisender und zu einem Singletreff entwickelt. Inzwischen hat sich auf Gomera einiges geändert. Nicht nur Rucksacktouristen, sondern auch die einst so geschmähten Pauschalurlauber drängen auf die Insel - und dies, obgleich heller Sandstrand, wie man ihn etwa von Gran Canaria kennt, auf Gomera Mangelware ist. Kaum ein Reiseveranstalter, der die zweitkleinste der Kanaren nicht im Programm führt und – wie die Freaks anno dazumal - ihre Vorzüge preist: Hier sei das Leben noch ruhig und ursprünglich. Wahr ist, dass es auf Gomera keine touristischen Massenlager oder hässliche Bettenburgen gibt - hoffentlich für immer. |
Nur knapp 20.000 Einwohner zählt die schöne Kanareninsel. Zwar misst sie nur 25 Kilometer im Durchmesser, doch erwartet den Reisenden eine Fülle von Naturschönheiten. Die Landschaft dieses kleinen vulkanischen Eilandes ist so wild und zerklüftet, so dass man es am Besten zu Fuß kennen lernt. Den im Herzen der Insel gelegene Nationalpark Garajonay, der aufgrund seiner einzigartigen Vegetation von der UNESCO zum Naturerbe der Menschheit erklärt wurde, durchziehen eine ganze Reihe an Wanderwegen auf denen man den Urwald erkunden kann. Hier sind die vom Wind gepeitschten Stämme ineinander verschlungen wie Liebende und je höher man steigt, desto geheimnisvoller wird die Atmosphäre: Lorbeerbäume mit weit ausladenden Kronen lassen kaum einen Lichtstrahl durch, Wolken verfangen sich in den Blättern, Farne entrollen ihre Wedel und es riecht nach Moos und Moder. Mit etwas Glück kann man auch die Lorbeertaube erspähen, die nirgendwo sonst auf der Welt anzutreffen ist. |
Das zentrale Bergland ist tief zerklüftet und die Bewohner der Dörfer müssen schwierige und lange Wege auf sich nehmen um von einem Ort zum andren zu gelange. Die canyonartigen Schluchten sind ideale Reflektoren für den Schall. Dieses Phänomen machten die Insulaner sich zu nutze um sich mit den Nachbarn zu verständigen. Auf diese Weise entwickelte sich die „Silbo“, eine Pfeifsprache, die dem Vogelgezwitscher recht ähnlich ist. Wir können zwar keinen Sprachkurs in Silbo vermitteln, aber eine passende Sprachschule um Ihre Spanischkenntnisse zu vertiefen, können wir Ihnen gewiss empfehlen. 0711/ 45 10 17-370. Buchtipp: Gomera. Merian live! 128 Seiten für 7,95 Euro. Die handlichen Reiseführer der Merian live! Reihe sind nicht nur praktisch und mit vielen Tipps und Hintergrundinformationen gespickt, sondern ersetzen zudem eine Reisekarte. Der Kartenatlas ist selbst für Wanderer geeignet. |


