Costa Rica-Land und Klima

 
 

Das Land

 

Costa Rica ist ein weltoffenes Land ohne Militär, mit liebeswerten Einwohnern und hohem Bildungsniveau, abwechslungsreichen, faszinierenden Landschaften, außergewöhnlich schönen Stränden und einer atemberaubenden Flora und Fauna. Ein Viertel seiner Fläche steht als Nationalparks unter Naturschutz. Auf einer Fläche von rund 51.000 km2, einer Fläche die ungefähr Niedersachsen entspricht, tummeln sich zahlreiche Tierarten. Die verschiedensten Landschaftsbilder wechseln sich ab: Nebelwälder, Regenwälder, Trockenwälder, Mangrovensümpfe, aktive Vulkane, paradiesische Strände …

Die Zentralregion (Meseta Central / Valle Central) wird von einem Hochplateau gebildet das von drei Bergketten begrenzt wird. Hier liegen die Städte San José, Heredia, Alajuela, Cartago und Turrialba. Das vulkanische Hügelland erhebt sich bis auf 1250 m, das milde, gesunde Klima und die vulkanischen Böden machen die Zentralregion zum Hauptanbaugebiet für Kaffee und viele andere landwirtschaftliche Produkte. Sehenswürdigkeiten: San José (Nationaltheater, diverse Museen, wie z.B das Goldmuseum oder Jademuseum), Vulkan Poás, Nationalpark Braulio Carillo, Rainforest Aerial Tram, Vulkan Irazú, Vulkan Turrialba, Nationalmonument Guayabo, Lankester Orchideengarten …

Zur Region Nördliches Bergland und Tiefebene zählen die Kordilleren von Guanacaste und Tilarán die durch den Arenal-Stausee getrennt sind, sowie das Flachland von Guatuso, San Carlos und Sarapiquí / Chilamate, das sich bis zum Grenzgebiet nach Nicaragua ausdehnt. Zu den Hauptattraktionen der Region zählen der aktive Vulkan Arenal mit seinen spektakulären Lavaerruptionen sowie die Nebelwaldregion Monteverde. Weitere Sehenswürdigkeiten: La Paz Waterfall Gardens, Naturschutzgebiet Caño Negro, Santa Elena ...

Die Region Guanacaste bildet zusammen mit der Nicoya-Halbinsel, an deren Küsten die bekanntesten Badeorte des Landes liegen, den Hauptteil der Nordpazifikregion. Die Vulkane Orosi, Rincon de la Vieja und Miravalles sind Bestandteil der Guanacaste Gebirgskette. Die Landschaft ist geprägt von Weideland und tropischem Trockenwald in dem in der Blütezeit von Dezember bis März viele Bäume ihr Laub abwerfen.

 



Weitere Sehenswürdigkeiten: Isla Tortuga, Nationalpark Barra Honda, Biologisches Reservat Cabo Blanco, Tamarindo, Nationalpark Santa Rosa, Cañas / Río Corobici, Montezuma, Mal País …

Südlich der Hafenstadt Puntarenas bis nach Quepos / Nationalpark Manuel Antonio erstreckt sich im Westen des Landes die Zentralpazifikregion, die den Übergang vom tropischen Trockenwald zum immergrünen Feucht- und Regenwald darstellt. Weitere Sehenswürdigkeiten: Nationalpark Carara / Río Tarcoles, Playa Hermosa, Jacó, Punta Leona …

Die Südpazifikregion Costa Ricas ist noch wenig erschlossen. Hauptanziehungspunkte sind der Nationalpark Corcovado auf der Osa-Halbinsel, die nördlich davon gelegene Drake Bay, der Chirripó Nationalpark sowie die Gegend um den Cerro de la Muerte. Die Natur in Küstennähe ist geprägt von Tieflandregenwäldern die bis dicht an die Strände reichen und der Talamanca Bergkette mit dichten, unzugänglichen Bergregenwald bis zur Paramó Vegetation. Weitere Sehenswürdigkeiten: Dominical, Úvita, Biologisches Reservat Isla del Caño, Nationalpark Bahía Ballena, Piedras Blancas Nationalpark, Golfito …

Ausgedehnte Flusssysteme und küstennahe Tieflandregenwälder sowie riesige Bananenplantagen prägen die Küste des nördlichen Teils der Karibik- / Atlantikregion bis zur Hafenstadt Puerto Limon. Hauptattraktion ist der Nationalpark Tortuguero mit seinen dicht bewachsenen Wasserwegen. Von Februar bis Juli findet hier die Eiablage der Lederschildkröten statt, zwischen Juli und Oktober sind die sogenannten „Suppenschildkröten" zu beobachten. Als touristisch wichtigste Orte der südlichen Karibikküste sind Cahuita und Puerto Viejo zu nennen. Im Hinterland liegt die unzugängliche Talamanca Gebirgskette die der Region ihren Namen gab. Bis in die siebziger Jahre war dieses Gebiet nur von Bribri- und Cabecar Indianern sowie von Nachkommen englischsprechender schwarzer Einwanderer von den Karibikinseln bewohnt. Weitere Sehenswürdigkeiten: Manzanillo, Punta Uva …

 

Klima

Costa Rica weist trotz seiner geringen Größe eine Reihe außerordentlicher verschiedener Klimata auf, die vor allem durch die Kordillerenkette, die das Land in einer immerfeuchte Karibik- und eine wechselfeuchte Pazifikregion teilt, bestimmt werden. Als Jahreszeiten werden lediglich Sommer (verano) und Winter (invierno) unterschieden, wobei mit Sommer die Trockenzeit und mit Winter die Regenzeit gemeint ist. An der Pazifikküste beginnt die Regenzeit meist Ende Mai und endet Ende November. An der Karibikküste beginnt die Regenzeit dagegen bereits Ende April und dauert bis Ende Januar. Aufgrund der äquatornahen Lage Costa Ricas herrscht in den meisten Gebieten ein tropisch heißes Klima. Die Durchschnittstemperaturen liegen in der Zentralregion zwischen 19,6 und 22° C, in den Flachländern zwischen 25 und 28° C. Aufgrund der steilen Kordillerenkette sind zudem mehrere Kleinklimate zu finden, die mit zunehmender Höhe niedrigere Temperaturen aufweisen.