„Latvia – the land that sings“ heißt der touristische Slogan des Landes. Und es war eine
„singende Revolution“, mit der die Letten 1988/89 das Ende der Sowjetzeit herbeiführten, als
sie zu hunderttausenden mit ihren Nationalfahnen und den uralten Liedern zum
Freiheitsdenkmal in Riga zogen. Wer Lettland und die Letten verstehen will, muss heute eines
der zahlreichen Sängerfeste im Sommer besuchen.
Neben der Metropole Riga mit ihren mittelalterlichen Überresten, Holzhäusern aus dem 19.
Jahrhundert und deinem der weltweit umfangreichsten und am besten erhaltenen Ensembles
von Jugendstilgebäuden bietet Lettland dem Erholung abseits ausgetretener Pfade suchenden
Urlauber jede Menge unzerstörter Natur: an der Küste über hunderte von Kilometern weisse
Sandstrände, aber auch felsige Abschnitte von herber Urtümlichkeit. Im Landesinneren gibt es
mehr als 2000 Seen und ungezählte Flüsse und Bäche. Die Hälfte des Landes ist von Kiefern-
und Mischwäldern bedeckt. Uralte majestätische Eichen, Linden und Eschen gelten als
nationale Symbole und wurden schon in der grauen Vorzeit als Heiligtümer verehrt. Im
ganzen Land können während des Sommers Weißstörche aus unmittelbarer Nähe beobachtet
werden und mit etwas Glück bekommt man auch den überaus seltenen Schwarzstorch zu
Gesicht.

Aber es gibt auch Schätze anderer Art: Barockschlösser wie Rundale oder das klassische
Mezotne mit seinem Hotel, alte Guts- und Herrenhäuser oder reetgedeckte Bauernhöfe. Bei
der Fahrt durch Lettland meint man manchmal, die Zeit sei stehen geblieben, auch wenn das
Land mit sieben Prozent jährlich die derzeit am schnellsten wachsende Volkswirtschaft der
zehn EU-Beitrittsstaaten aufweist.



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