Unvereinbarkeit

Im Laufe seiner Entwicklung erwirbt der Mensch eine individuelle Form der Informationsaufnahme und - verarbeitung. Er lässt sich nicht, wie früher angenommen, einem der klassischen Lernertypen zuordnen. Bei jedem Menschen sind die Denkmuster anders ausgeprägt. Darum gibt es fast so viele Lernertypen wie Individuen. Die Art und Weise, wie unser Gehirn arbeitet, ist ähnlich charakteristisch wie unser Fingerabdruck.

Wir spüren nur undeutlich, ob Lehrer, Lehrbücher und wir selber mit unseren Lerngewohnheiten dem Gehirn zuarbeiten oder nicht. Ein Lehrer, der nach einem gewissen Grundmuster gelernt hat, wir seinen Unterricht entsprechend vorbereiten. Er erwartet unbewusst, dass alle Schüler nach seinem Schema lernen. Wem der Unterrichtstil des Lehrers entgegenkommt, dem erscheint der Stoff verständlicher als einem, der ein anderes Grundmuster der Informationsverarbeitung erworben hat. Bei großer Unvereinbarkeit von Lehrerstil und Lernerstil werden auch fähige Schüler Probleme haben. (Vester, 1978). mancher hält sich nur deshalb für unbegabt, weil Lehrerhirn und Schülerhirn nicht harmonieren. Wenn er Glück hat, belehrt ihn ein Lehrerwechsel rechtzeitig eines Besseren.

Welche Folgerungen ergeben sich nun für den Lerner? Da jeder Unterricht nur ganz bestimmte Lernertypen anspricht, muss er selber aktiv werden und den Lernstoff nach seinen eigenen Denk- und Assoziationsmustern aufbereiten und lernen. Dazu muss er aus der Fülle der Strategien, Techniken und Methoden jene heraussuchen, die ihm liegen.

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